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Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden e.V.

 

Aktuelle Termine und Hinweise:

 
19. April 2018 (Donnerstag) 20:00 Uhr PDF Drucken E-Mail

Jazz auf Burg Vischering

Adam Bałdych & Helge Lien Trio "Brothers"

Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen in Kooperation mit der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld.

Jetzt hat es endlich geklappt: Adam Baldych, der international gefeierte Meister der Jazz-Violine, ausgezeichnet mit dem Echo 2013, spielt in Lüdinghausen auf, zusammen mit dem Helge Lien Trio.

Nähere Information: Link zur DPG-Lüdinghausen

 

 
Freundschaft geht durch den Magen PDF Drucken E-Mail

Deutsch-Polnische Gesellschaft pflegt Kontakte beim traditionellen Bigos-Essen

-dk- SENDEN. Wenn Hans-Jürgen Pohl, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Senden, zum Bigos-Essen lädt, wird es im Foyer der Steverhalle eng. Sehr eng. So auch am Donnerstagabend.
Schon beim Öffnen der Eingangstür wehte dem Besucher der Duft von gesottenem Fleisch, heißem Kraut und deftigem Rauchfleisch entgegen. Ein verführerischer Duft. Erst recht für die Menschen, die seit Jahren enge Beziehungen zu ihren Freunden im polnischen Koronowo pflegen. Von denen, die von dort an die Stever gezogen sind, gar nicht erst zu reden.
Auf einer Großbildleinwand projezierte inzwischen Reiner Brandes farbenprächtige Fotos aus dem Land zwischen Weichsel und Memel. Bilder, die im vergangenen Jahr während einer Fahrt der Sendener Gruppe in die Masuren entstanden sind. Schnappschüsse, die passend zu den allgegenwärtigen Düften, Heimweh in die Mienen malte.

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Dr. Markus Krzoska (Gießen): Wohin steuert Polen? PDF Drucken E-Mail

Mitglieder der DPGs diskutieren in Senden die aktuelle politische Lage in Polen, im Anschluss an einen Vortrag.

Das Thema des Vortrags- und Diskussionsabend am 11. Januar 2018 im Sendener Hotel Niemeyer hatte der Referent allerdings provokanter formuliert: „Liegt Polen noch Europa?"

Die Deutsch-Polnischen Gesellschaften aus Senden und Lüdinghausen (DPG) hatten gemeinsam PrivDoz. Dr. Markus Krzoska, Osteuropahistoriker am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Fachmann für die Einschätzung der derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Situation in Polen eingeladen.
Dr. Markus Krzoska zieht in Senden eine kritische Bilanz über die Warschauer Regierung.
Vor gut 60 Gästen zitierte Krzoska zunächst aus seinem Buch „Ein Land unterwegs: Kulturgeschichte Polens seit 1945", in dem er schon vor Jahren seine profunden Kenntnisse über unser östliches Nachbarlands unter Beweis stellte. Doch im Mittelpunkt seines Vortrags stand seine Bewertung der Politik der polnischen Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" („Prawo i Sprawiedliwość", kurz „PiS"). An zahlreichen Beispielen erklärte er die Maßnahmen Auswirkungen der nationalkonservativen Warschauer Regierung und deren Auswirkungen auf die polnische Gesellschaft und die sich ständig verschlechternde Rolle Polens in der Europäischen Union. Dabei deckte er viele Widersprüche auf: „Auf der einen Seite geht Warschau seit gut zwei Jahren immer mehr auf Konfrontation mit der EU, auf der anderen Seite ist die absolute Mehrheit der polnischen Bevölkerung froh über die Mitgliedschaft in der EU und möchte diese nicht mehr in Frage stellen." Die fragwürdigen Maßnahmen der PiS-Regierung reichen nach seiner Meinung von der Beschneidung der Freiheit nichtstaatlicher Medien über eine Veränderung der Geschichtspolitik bis zur Belebung alter Feindbilder. Andererseits wies Krzoska aber auch auf die Erfolge hin, die der PiS-Regierung ein derzeitiges Umfragehoch von 47 Prozent in der Bevölkerung bescherten. Dies gehe in erster Linie auf soziale Wohltaten zurück, zu denen vor allem ein neu eingeführtes monatliches Kindergeld von umgerechnet 125 € gehöre, und auf den verbreiteten Eindruck, dass die Ablösung der alten kommunistischen Kader seit 1990 nicht konsequent genug vollzogen worden sei. Außerdem sei die an fortschreitender Globalisierung orientierte Politik der vorausgegangenen liberalkonservativen Regierungen seit den wirtschaftsradikalen Reformen eines Balcerowicz vor allem auf dem Lande als zu kaltherzig empfunden worden. Denn dort habe sie viele "Verlierer" produziert. Für die breite Akzeptanz der nationalkonservativen PiS-Politik sei auch das Fortwirken der Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit dem tragischen Flugzeugabsturz von Smolensk verantwortlich, als Polens Präsident Lech Kaczynski und seine Begleiter ums Leben kamen.

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