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Koronowo
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Adel bot König Wladislaw die "Korona" an der Brahe an

Wurzeln von Koronowo reichen bis in das 13. Jahrhundert/Barock-Kirche und Stausee
sind besondere Attraktionen

Barock-Kirche in Koronowo
Barock-Kirche in Koronowo

In den letzten Jahren des 13. Jahrhunderts gründeten Mönche des Zisterzienser Ordens an einer Windung des Flusses Brda (Brahe) ein Kloster. Nach einer Legende soll an dieser Stelle wenige Jahre später der polnische Adel dem König Wladislaw Lokietek die Krone, polnisch Korona, angeboten haben. Kloster und Siedlung entwickeln sich weiter und werden in den folgenden Jahrhunderten als Koronowo nachgewiesen. Aus der ursprünglich schlichten gotischen Kirche entsteht im 17. und 18. Jahrhundert ein prachtvolles Barockbauwerk, das heute noch ein Kleinod der Stadt Koronowo ist.

Wappen der Stadt Koronowo

Mit der ersten polnischen Teilung 1772 gelangt dieses ganze Gebiet am Unterlauf der Weichsel zu Preußen und bleibt Koronowo - jetzt Krone an der Brahe - rund 150 Jahre ein Teil der Provinz Posen. In diese Zeit fällt ein bedeutsamer Wirtschaftsaufschwung mit der Ansiedlung von Kleinindustrie wie beispielsweise Mühlen, Sägewerke und Ziegeleien. Ab 1895 verbindet eine Kleinbahn die Stadt mit Bromberg. Als Ergebnis der Ersten Weltkriegs und des Versailler Vertrags muss das Deutsche Reich 1920 auch dieses Gebiet an den neu gebildeten Staat Polen abtreten. Die Stadt, die mit ihren damals 5500 Einwohnern, davon 78 Prozent Polen, nun wieder Koronowo heißt, tritt im Rahmen der Woiwodschaft Poznan (Posen) in den Kreis Bydgoszcz (Bromberg) ein.

Von 1939 bis 1945 erlebt und erleidet Koronowo und deren Bevölkerung wie ganz Polen die deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg. Dann drücken 45 Jahre Sozialismus der kleinen Stadt ihren Stempel auf, bis auch hier 1990 sich endlich ein Stadtrat aus freien Wahlen zusammensetzen kann. Der Beitritt zur europäischen Union am 1. Mai 2004 wird schließlich in Koronowo begeistert gefeiert.

Strand am See von Koronowo
Strand am See von Koronowo

Die heutige Gemeinde Koronowo ist mit 410 Quadratkilometern (Senden hat 110 qkm) die flächenmäßig größte im Kreis Bydgoszcz und zählt nun über 23 000 Einwohner. Die polnische Kleinstadt liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Region und ist teilweise von ausgedehnten Wäldern, den Ausläufern der Tucheler Heide, umgeben. Die Attraktion - neben der Barock-Kirche - ist der 36 Kilometer lange Stausee von Koronowo mit seiner über 100 Kilometer langen Uferlinie: ein Paradies für Naturfreunde und Wassersportler. Die Stadt mit historischem Kern ist heute der Mittelpunkt eines großen Obstanbaugebietes und der Obstverarbeitung, und sie spielt eine Rolle als Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum. Dazu kommen einige mittelständische Gewerbe- und Industriebetriebe. Viele Menschen nutzen das umfangreich vorhandene Bauland zur Errichtung von Eigenheimen und pendeln zu ihren Arbeitsplätzen in die rund 20 Kilometer entfernte Großstadt Bydgoszcz.

Kartenausschnitt von Polen

 


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