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Aktuelle Termine und Veröffentlichungen:

BARTOSZEWSKI. → WIDERSTAND - ERINNERUNG - VERSÖHNUNG / AUSSTELLUNG

15.09.2026 - 25.09.2025
Rathaus Senden - Münsterstr. 30 - 48308 Senden

Unser Gast, der Politikwissenschaftler und ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau Klaus Ziemer wird am 15.09.2026 um 19.00 Uhr im Foyer  des Rathauses der Gemeinde Senden die Ausstellung eröffnen. 

DPGS Ausstellung Bartoszewski

Wladislaw Bartoszewski (19.02.1922-24.04.2015) - Wer war er? 

Er war polnischer Historiker, Publizist, Politiker und zweimaliger Außenminister Polens. 

Als 18-jähriger Abiturient wurde er von einer deutschen Streife festgenommen und ins Stammlager Auschwitz deportiert. 

Dank der Intervention des Polnischen Roten Kreuzes wurde er 1941 nach sechseinhalb Monaten als schwer erkrankter Mann von dort entlassen. 

Anschließend schloss er sich der Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung an und wirkte in einer Geheimorganisation, die durch Ausweisfälschungen mehrere Tausend Juden rettete. 

Wladislaw Bartoszewski steht aufgrund seiner Erfahrung für Widerstand und Erinnerung. Bemerkenswert jedoch ist es, dass er sich vorbildhaft sein Leben lang für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen engagierte. Die Ausstellung soll dazu beitragen, sein Lebenswerk bekannt zu machen und sich neugierig und mutig zu trauen, Freundschaften zwischen den Nachbarländern Deutschland und Polen auf allen Ebenen zu pflegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jubiläumsfest mit Tag der offenen Tür der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Senden

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft e.V. Senden feiert ihr 20-jähriges Bestehen und lädt dazu alle Interessierten ein. 

Am Vortag der Jubiläumsfeier am 02.10.2026 um 19.00 Uhr laden wir zunächst zum Vortrag des Generalkonsuls der Republik Polen Marek Gluszko aus Köln ins Alte Zollhaus ein. Herr Marek Gluszko wird über die deutsch-polnischen Beziehungen im 21. Jahrhundert,  inbesondere über deren  Herausforderungen und Perspektiven referieren. 

Wir nehmen unser 20-jähriges Bestehen zum Anlass,  uns als Verein und unsere Arbeit am Tag der offenen Tür im Alten Zollhaus am 03.10.2026 ab 10.30 Uhr - 16.00 Uhr,  der Öffentlichkeit vorzustellen. 

Besonders freuen wir uns darüber, Gäste aus der Partnerstadt Koronowo, den Generalkonsul der Republik Polen Marek Gluszko, unseren Bürgermeister Sebastian Täger, Vertreter:Innen  der Gemeinde und der Politik, der weiterführenden Schulen in Senden, Bürger:Innen aus Senden und Umgebung begrüßen zu dürfen! 

Sie sind herzlich willkommen! 

 

 

20 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden e.V.

Freundschaft bekommt neuen Schub

Von Dietrich Harhues

SENDEN. Die deutsch-polnische Freundschaft hat Zukunft. Denn die Kontakte zwischen beiden Ländern werden – was die Beziehung zwischen Senden und Koronowo angeht – auch und gerade durch die junge Generation aufrechterhalten: Angehörige aller drei weiterführenden Schulen aus Senden trafen sich in diesem Jahr auf ihrer Gedenkstättenfahrt mit polnischen Schülerinnen und Schülern. Auch Begegnungen in der Stevergemeinde und ihrer Partnerstadt stehen auf der Wunschliste. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft unterstützt diesen Brückenschlag und freut sich, dass die Bande intensiver werden. „Alle kamen mit so viel Enthusiasmus zurück.“

Vielleicht ist die neue Schubkraft – nach einem Dämpfer durch die Corona-Zeit – eine Art Geburtstagsgeschenk, denn die Deutsch-Polnische Gesellschaft begeht das 20-jährige Bestehen. Was alle bestätigen, die den Austausch erlebt haben: „Die Menschen in Polen sind viel offener und aufgeschlossener als erwartet.“ Ressentiments gegenüber Deutschland und den Deutschen seien in der Politik von der PiS-Partei geschürt worden, entsprächen aber nicht der Haltung der Bevölkerung, betonten Grazyna Maria Brandes, Vorsitzende der DPG Senden, und Vorstandsmitglied Leander Vierschilling im Pressegespräch.

Diese positive Zugewandtheit sei nicht selbstverständlich angesichts der „komplexen und schwierigen Geschichte“ beider Länder, wie Vierschilling hervorhob. Der Beteiligung Deutschlands an den polnischen Teilungen sowie den Millionen Toten und den Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg zum Trotz habe es „einen unglaublichen Versöhnungsprozess“ gegeben.

Eben dieser ist Thema der Ausstellung „Bartoszewski – Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“, die am 15. September (Dienstag) um 19 Uhr von dem Politikwissenschaftler und ehemaligen Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau, Klaus Ziemer, im Foyer des Rathauses eröffnet und dort bis zum 25. September zu sehen sein wird. Die Ausstellung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, ist Bestandteil der Geburtstagsaktivitäten des Vereins. Wladislaw Bartoszewski, der 2015 verstarb, war Historiker, Publizist, Politiker und zweimaliger Außenminister Polens. Als Abiturient wurde er festgenommen und ins Stammlager Auschwitz deportiert. Die Ausstellung, so die DPG Senden, soll nicht nur das Lebenswerk Bartoszewski vermitteln, sondern auch dazu animieren, Freundschaften zwischen Deutschland und Polen zu pflegen.

Sein Jubiläum feiert der Verein, mit 106 Mitgliedern einer der großen seiner Art in Deutschland, am 2. Oktober (Freitag) auch mit einem Vortrag des Generalkonsuls der Republik Polen, Marek Gluszko, der ab 19 Uhr im Alten Zollhaus über die deutsch-polnischen Beziehungen im 21. Jahrhundert spricht.

Am 3. Oktober (Samstag) stellt die DPG Senden sich und ihre Arbeit in der Zeit von 10.30 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür im Alten Zollhaus vor. Der Jubiläums-Gastgeber freut sich besonders, an diesem Tag den Generalkonsul, Gäste aus Koronowo, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik und der weiterführenden Schulen sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu dürfen.

Westfälische Nachrichten, 26.08.2026

Vorstand im Gespräch mit den WN

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